Erfolge in der Pilzzucht
Vom Laborversuch zur Produktion
Seit 2022 arbeiten wir aktiv an einer neuen Abdeckerde für die Pilzproduktion, um den traditionellen Torf zu ersetzen. Standen hier zu Beginn nur Petrischalen mit einzelnen Fruchtkörpern, haben wir uns durch rigorose Tests bald zu größeren Versuchen vorgearbeitet, mit Kistengrößen die unter Hobby-Pilzzüchtern üblich sind.
Inzwischen haben wir unsere Produktionsverfahren so weit entwickelt, dass wir mit unserer torffreien Abdeckerde ganze Kisten belegen können, mit Größen von mehreren Quadratmetern, so wie sie in der kommerziellen Champignonproduktion üblich sind.
Feldversuche mit unseren Partnern in der Pilzproduktion zeigen, dass sich der Pilzkörper unter unserem MykoDeck zwar etwas anders verhält als unter Abdeckerden auf Torfbasis, aber sich generell an die gleichen Rhythmen hält, und wöchentlich vergleichbare Erträge aufzeigt.
Zusammen mit unseren leistungsstarken Partner in Wissenschaft und Lebensmittelwirtschaft haben wir wichtige Schritte zur Pilzzucht mit stark verringerten Treibhausgasemissionen getan. Im Folgeprojekt „MykoDeckPro“ geht es jetzt um die Skalierbarkeit unserer neuen Abdeckerde.
Links im Bild sehen Sie vier Champignons mit nachts rechts steigendem Erdenalter. Erst in der fünften Erntewelle zeigen sich Krankheitsbilder.
MykoDeckPro
Im erweiterten Forschungsprojekt MykoDeckPro schaffen wir die Kapazitäten diese neuen Abdeckerden im Kilotonnenbereich zu erzeugen, und damit kommerzielle Pilzzüchter nachhaltig versorgen zu können. Wichtig ist hierbei auch unser verfahrenstechnisches und biologisches Wissen zu erweitern, so dass Züchter ihre Produktionsverhältnisse auf die Eigenheiten dieser neuen Abdeckerde anpassen können.